Sonntag, 26. Juli 2015

Samstag, 25. Juli 2015

Strategien gegen Depressionen

Bild: Tiago Aguiar

Warst Du schon mal überrascht, wie schnell eine einfache Aktivität Deine Laune positiv beeinflusst hat? Manchmal ist es der Schubser eines guten Freundes, der Dich aus der schlechten Stimmung befreit, manchmal ist es einfach ein frühes Aufstehen am Morgen, dass Dir einen ersten Blick auf den Sonnenaufgang beschert.


Im Laufe der Jahre, wird jeder Mensch mal mit Ängsten oder Sorgen konfrontiert, manchmal wird aus einer wirklich miesen Zeit eine leichte Depression und Du fragst Dich, wie Du das Ruder noch rumreißen sollst, um Dein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Ein erstes Zeichen einer Depression ist zum Beispiel, dass Du gar nicht mehr weißt, wieso es Dir überhaupt schlecht geht. Du kannst gar nicht genau definieren, was das Problem ist. Fühlst Dich kraftlos und hilflos zurückgelassen, Dir selbst ausgeliefert. Aber es gibt Strategien, die Dir hier helfen können:

1. Freunde

Umgebe Dich mit Menschen, die Dich zum Lachen bringen können. Tauch ein in Deine Beziehungen, hab einfach mal Spaß und genieße es! Deine Sorgen können auch mal ein paar Stunden ohne Dich verbringen, Du aber brauchst auch mal eine Auszeit, in der Du einfach nur Du bist und Dein Leben lebst. Obwohl Du denkst, "Ich habe nichts zu geben, ich habe keine Energie mehr, um mit anderen zusammen zu sein", das ist nicht die Wahrheit. Zusammen mit Deinen Freunden, wirst Du erleben, wie viel Energie Dir dies zurück geben kann. Das Schlimmste was Du tun kannst ist, Dich von allen Menschen zurückzuziehen und die Einsamkeit zu wählen. Umso weniger Menschen Du triffst, umso länger wird Deine Depression anhalten! Also, denk zurück an die guten Zeiten in Deinem Leben und an die Menschen die Dich zu diesen Zeiten begleitet haben. Nimm wieder Kontakt mit ihnen auf, es lohnt sich!

2. Kreativität

Was weckt Deine Begeisterung? Find es heraus und TU es. Egal ob Schreiben, malen, zeichnen, häkeln, stricken oder arbeiten im Garten: Tu es!  Etwas mit den Händen zu erschaffen, gibt Dir das Gefühl, dass Du viel mehr kannst, als Du denkst. Nicht nur Deine Hände sind beschäftigt, sondern Dein ganzer Körper, auch Dein Kopf. Schluss mit dem Gedankenkarussell, jetzt gilt es sich mal für ein paar Stunden vollkommen auf etwas anderes zu konzentrieren und Ruhe einkehren zu lassen in Deinem Kopf. Weiterer Vorteil: Du weckst und nutzt ganz andere Areale in Deinem Gehirn, die Dir bei Deinen Antworten auch hilfreich sein können!

3. Tagebuch schreiben

Auch wenn das Schreiben von Texten oder Briefen nicht zu Deiner Lieblingsbeschäftigung gehört, ist dies eine gute Möglichkeit Deine Gedanken zu ordnen! Verpflichte Dich für 21 Tage wenigstens dreimal in der Woche Tagebuch zu schreiben. Die gesündesten Menschen reflektieren regelmäßig, was passiert in ihrem Leben, sie reagieren nicht nur darauf. Die täglichen Hochs und Tiefs lassen sich auf diese Weise festhalten und auch auswerten. Auf was reagierst Du mit welcher Laune,  was für ein Auslöser ist es, der Dich so runterzieht? Stell Dir für jeden Tag, an dem Du Tagebuch schreibst drei Fragen: a) Was war das Beste, was Dir heute passiert ist? b) Was war das Schlimmste was Dir heute passiert ist? c) Was erwartest Du, was morgen passiert?

4. Spielen

Nimm Dir Zeit zum Spielen. Kinder wissen wie das geht, wenn Du Dich nicht erinnerst, besuch Freunde, die Kinder haben und beobachte sie. Kinder sind natürliche Entdecker und Abenteurer, als Erwachsene ist uns diese Gabe fast abhanden gekommen, aber es liegt an Dir, sie für Dein Leben neu zu entdecken! Finde heraus, wie Du mehr Spiel und Abenteuer in Deinen Alltag einbauen kannst. Vielleicht macht Dir ein Querfeldeinmarsch Spaß oder ein Brettspiel? Vielleicht findest Du auch ein Computerspiel, dass Dich alles vergessen lässt für ein paar Stunden? Sei verrückt, sei abenteuerlustig und spontan! Hab einfach mal Spaß in Deinem Leben. Ein Spieleabend mit Freunden, ist zum Beispiel eine tolle Idee!

5. Musik und Stille

Wenn es Dir nicht gut geht und Du Dich einsam fühlst, sind Liebeslieder und Balladen im Moment nicht unbedingt dass, was Du Dir anhören solltest. Überlege Dir lieber, welche Art von Musik Dich in eine gute Stimmung versetzen kann und für diese Zeit, hör einfach mal nur diese Musik. Oder aber, hör auch mal gar nichts und genieße die Stille. Manchmal ist Schweigen Gold und das ewige Berieseln durch Musik und Fernseher hilft Dir nicht, mal in Dich hineinzuhören und nachzudenken, was Du verändern kannst.

6. Schlaf

Geh schlafen und hör auf damit, Dich schlecht zu fühlen, weil Dir danach ist. Schlaf ist kein Luxus sondern eine Notwendigkeit. Menschen die zu wenig Schlaf bekommen, haben viel grössere Chancen depressiv zu werden. Gönn Dir ausreichend Schlaf, zur Not auch mal zu ungewöhnlichen Zeiten. Wer sagt denn wann es Zeit zum Schlafen ist? Doch nur Du selbst! Wenn Du ausgeruht bist, funktioniert Dein Kopf besser, Deine Gedanken sind ein wenig zur Ruhe gekommen und Du kannst mit neuer Kraft an die Herausforderungen des Lebens gehen!

7. Komödien

Lachen ist buchstäblich Heilung für die Seele. Wenn Du lachst, verändern sich Botenstoffe in Deinem Gehirn, die sogenannten Glückshormone werden freigesetzt. Lachen ist ein nebenwirkungsfreies Antidepressiva, das Dir immer zur Verfügung steht. Dir ist nicht zum Lachen? Dann schau Dir lustige Filme an, selbst wenn Du überhaupt keine Lust dazu hast. Es wird Dir auf jeden Fall helfen, Deine Freude wieder zu finden!

8. Hilf anderen

Raus aus dem ewigen "ich" Gedanken und hin zum "Du". Der beste Weg mit dem ewigen Grübeln aufzuhören ist, anderen Menschen zu helfen. Glückliche Menschen sind Menschen, die anderen Geben können. Dies hilft Dir auch, Dir bewusst zu werden, wie schlecht es anderen Menschen geht und wie gut Dir. Denk daran: es gibt Menschen, die für das, was Du als selbstverständlich hinnimmst in Deinem Leben, jeden Abend beten. Es gibt genug Möglichkeiten sich in Altenheimen, Tierheimen, Krankenhäusern oder bei den sogenannten Tafeln zu engagieren. Auch andere Ehrenämter bei Sportvereinen, Orten der Jugendförderung und Hospizen sind möglich. Ich bin sicher, Du findest für Dich etwas passendes, wenn Du Dich auf die Suche machst.

9. Vermeide Alkohol

Selbst wenn Du sonst am Abend Dein geliebtes Glas Rotwein vor dem Kamin trinkst oder ein Bier Deinen Feierabend erst perfekt macht, bedenke: Alkohol ist ein Beruhigungsmittel. Es bringt Dich runter. Aber da bist Du schon. Du solltest alles meiden, was Dich noch weiter runter bringt, auch und gerade Gewohnheiten, die mit Alkohol oder anderen Drogen zu tun haben. Probier für Dich eine Zeit lang aus, ob sich etwas verändert. Dann entscheide, wie Du weiter verfahren willst.

Bitte beachte: Wenn Du das Gefühl hast, dass es sich um mehr als leichte Depressionen handelt, bitte wende Dich an Deinen Arzt! Es ist keine Schande zuzugeben, dass Du nicht mehr weiter weißt und Dir Hilfe suchen möchtest!
Was hat Dir geholfen, als Du mal richtig mies drauf warst? Schreib es für alle in die Kommentare - wäre doch gelacht, wenn wir uns unseren Launen einfach ergeben, oder?

Sonntag, 12. Juli 2015

Du machst Dir Deine Welt


Bild: Jake Givens

Montag


Überlege Dir, auf welche Art und Weise Du jeden Tag erleben möchtest. Willst Du jammern und Dich beklagen über die Kleinigkeiten des Lebens, die nicht so gut funktionieren, oder willst Du Deinen Blick auf die Dinge werfen, die gut sind und Dir Freude bereiten? Was denkst Du, wie es Dir besser geht? Wie schwer oder leicht machst Du Dir das Leben wirklich?

Du denkst, dass liegt gar nicht in Deiner Hand, wie Dein Leben abläuft? Du denkst, Dein Alltag wird bestimmt von Deiner Umwelt, Deinem Chef, Deiner Bank, Deiner Familie? Ist das wirklich so? Oder liegt es nicht doch allein in Deiner Hand, was Du aus Deinem Tag machst? Wie Du den täglichen Routinen Aufmerksamkeit zuwendest, mit welchen Gedanken Du an die unliebsamen Dinge gehst, die zum Leben dazu gehören?

Du wirst es nur herausfinden, wenn Du es ausprobierst, also was hindert Dich daran, einen ganzen Tag lang, die ganzen scheinbar negativen Dinge in Deinem Leben zu missachten und Deine Energie und Deine Aufmerksamkeit nur auf das zu konzentrieren, was Dir gut tut!

Wie wäre es für Dich, wenn Du am Montag nicht mit dem Gedanken aufwachst: »Oh nein, jetzt muss ich zur Arbeit, die ich sowieso nicht leiden kann, danach noch zum Arzt, der erzählt mir nur wieder, wie krank ich bin und abends bin ich doch wieder allein zuhause,  weil niemand auf mich wartet.«. Wie wäre es, wenn Du mit dem Gedanken aufwachst: »Was für ein wunderschöner Tag, er steckt voller neuer Möglichkeiten viele Schritte in Richtung meiner Träume zu machen.« Dann atmest Du tief durch.

Wie leicht machst Du Dir Deinen Montag?


Du magst vielleicht nicht daran glauben dass diese ganze „Wünsch Dir was“-Kultur funktioniert. Aber Fakt ist doch sicher auch: Mit einem Lächeln kannst Du viel mehr erreichen und mit Sicherheit auch mehr Gutes in Dein Leben ziehen, als mit einem ewigen Schimpfen über jede Kleinigkeit.

Genauso wirst Du Deine Ziele viel schneller erreichen, wenn Du Dir darüber Gedanken machst und sie ganz genau definierst. Vielleicht ist es auch hilfreich für Dich, wenn Du Dir Deinen Traum genau visualisierst, genau vorstellst wie es sein wird, dort wo Du Dich hinträumst. Wie bist Du dann? Wie riecht es dort? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an für Dich, dort angekommen zu sein? Möglicherweise wirst Du ganz still im Inneren, vielleicht aber auch merkst Du, dass das noch lange nicht das ist, was Du wirklich erreichen willst. Es kann genauso gut sein, dass Du feststellst, dass es sich gar nicht gut anfühlt, dort angekommen zu sein. Aber das ist nicht schlecht, sondern eine Chance Deine Ziele anzupassen, Deinen Weg zu korrigieren.

Verschaffe Dir Klarheit über Deine Träume und nutze Deine Aufmerksamkeit um zu mehren, was Dir Freude bereitet. Das macht sogar einen Montag viel leichter.

Herzliche Grüße

Nicole